Solaranlage

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Photovoltaikanlagen – Gut für das Klima und den Geldbeutel 
Eine Solaranlage ist eine technische Anlage zur Umwandlung von Solarenergie in eine andere Energieform. In der Fachsprache nennt man sie auch Photovoltaikanlage. Eine Photovoltaikanlage besteht aus vielen einzelnen Solarzellen, die jeweils ungefähr so groß wie eine Handfläche sind. Zu einem Solarmodul zusammengefasst, wandelt sie die Energie der Sonnenstrahlen in Strom um.

Elektrischer Strom oder chemische Energie 
Immer öfter machen Menschen sich die Solarenergie zunutze, um Energiekosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Auch bekannt als Sonnenenergie, beschreibt sie die Energie der Sonnenstrahlung, die technisch genutzt werden kann – meist in Form von elektrischem Strom, mitunter aber auch als chemische Energie. Überhaupt erst möglich wird diese Nutzung durch die Kernfusionsprozesse im Inneren der Sonne. Auf ihrer Oberfläche herrschen Temperaturen von etwa 5.500 Grad Celsius, die in Teilen als elektromagnetische Strahlung auf die Erdoberfläche treffen.

„Photo“ und „Volt“ 
Eine Solaranlage ist eine technische Anlage, die sich die enorme Kraft der Sonne zunutze macht und sie in eine andere Energieform umwandelt. In der Fachsprache nennt man sie auch Photovoltaikanlage. „Photo“ stammt aus dem Griechischen und lässt sich mit „Licht“ übersetzen. „Volt“ ist die Maßeinheit für elektrische Spannung. Eine Photovoltaikanlage besteht aus vielen einzelnen Solarzellen, die jeweils ungefähr so groß wie eine Handfläche sind. Eine einzelne dieser Solarzellen produziert nur wenig elektrischen Strom, fügt man sie jedoch zu einer Platte zusammen, kann man sich ihre technische Eigenschaft, Solarenergie in eine andere Energieform umzuwandeln, zunutze machen. Meist sind 60 Solarzellen in einer solchen Platte, genannt Solarmodul, zusammengefasst. Eine Photovoltaikanlage auf einem Gebäudedach besteht aus 10 bis 100 solcher Solarmodule.

Von der Solarzelle bis zum Zähler 
Bei der Umwandlung von Sonnenstrahlen in Strom macht der Mensch sich eine spezielle Eigenschaft des Sonnenlichts zunutze: die Tatsache, dass das Sonnenlicht aus unzähligen winzigen Energieträgern, den Photonen, besteht. Treffen diese Photonen auf bestimmte Stoffe wie beispielsweise Silizium, setzen sie die negativ geladenen Elektronen frei. Durch die Energie der Sonnenstrahlen wird in den Solarzellen Gleichstrom erzeugt, der zum Wechselrichter fließt – ein Gerät, das die Aufgabe hat, den Gleichstrom in Wechselstrom umzuwandeln, so dass er sich auch im öffentlichen Netz nutzen lässt. Anschließend fließt der Wechselstrom durch einen Zähler, der erfasst, wie viel Strom derzeit erzeugt wird. Nun kann der Strom vor Ort verbraucht werden. Wird an sonnigen Tagen mehr Strom produziert als verbraucht, fließt der Überschuss ins öffentliche Netz (Energierückspeisung ins Netz). Umgekehrt wird bei schlechtem Wetter oder langanhaltender Dunkelheit mehr Strom verbraucht, als die Photovoltaikanlage produzieren kann. Dann fließt der fehlende Strom vom öffentlichen Netz ins Haus (Energiebezug ab Netz).

Ob Strom oder Wärme 
Allen Photovoltaikanlagen gleich ist eine Reihe von Vorteilen: Indem sie die Sonnenenergie zur kostenlosen Strom- oder Wärmeerzeugung nutzen, sind sie nicht nur umweltfreundlich, sondern sparen auch Kosten und glänzen durch ihre Wirtschaftlichkeit. Durch den Einsatz einer Photovoltaikanlage zur Solarstromerzeugung macht sich der Einzelne von steigenden Strompreisen unabhängig. Ob Strom oder Wärme – was selbstständig an Energie erzeugt wird, muss nicht vom Energieversorger bezogen werden. Auf diese Art und Weise sparen Betreiber von Photovoltaikanlagen Kosten, denn die Strom- beziehungsweise Heizungsrechnung fällt dementsprechend niedriger aus. Außerdem wird der Bedarf an fossilen Brennstoffen langfristig merklich gesenkt. Das lohnt sich nicht nur aus Kostengründen, sondern reduziert auch die eigene politische und wirtschaftliche Abhängigkeit.

Effizient und umweltschonend 
Auf vielen Dächern und an vielen Fassaden ist noch Platz für eine Photovoltaikanlage. Sei es für Solarmodule, die elektrischen Strom erzeugen, oder Solarkollektoren, die die Heizung unterstützen und warmes Wasser erzeugen – beide Varianten funktionieren effizient und umweltschonend. In Deutschland wird die Installation einer Photovoltaikanlage sogar durch den Staat gefördert – eine Tatsache, die in Kombination mit den günstigen Preisen für Photovoltaikanlagen einen wirtschaftlichen Betrieb gewährleistet. Heute kostet eine Komplettanlage inklusive Montage etwa 1.300 Euro pro Kilowatt Leistung ohne Mehrwertsteuer. Eine 5-Kilowatt-Anlage können sich Hausbesitzer daher schon für etwa 6.500 Euro aufs eigene Dach setzen. Dazu kommen laufende Kosten für Wartung, eventuelle Reparaturen und Versicherung. Die Mehrwertsteuer, die beim Kauf der Photovoltaikanlage anfällt, spielt hingegen keine Rolle, denn sie wird vom Finanzamt erstattet. Eine Solaranlage schont also das Klima und den Geldbeutel zugleich.